Meine Reise zu Joao de Deus

Vor vier Jahren durfte ich die Energien in Abadiania spüren. Als ich zurückgekommen bin, habe ich die Reise zusammengefasst. Als ich meine Erlebnisse jetzt wieder durchlese sind sie immer noch sehr präsent, so dass ich euch den Text ohne Änderungen zeige:

Gerne möchte ich für euch die Reise nach Abadiania aus meiner Sicht zusammenfassen. Die Reise hat mit drei Tagen in der Metropole Rio angefangen. Rio de Janeiro, das sind unzählige verschieden aussehende Gesichter, der Glanz von Anno dazumal, heruntergekommene Gegenden, streng bewachte Villen oder einfach – Leben pur. Man sieht grosse teure Autos und neben Bettlern, die ihr Dasein auf der Strasse akzeptieren.  Sehr gerne hätte ich eine ganze Serie mit Portraits aus dieser Stadt gemacht – so viele verschiedene Menschen und Gesichter habe ich noch nirgends sonst gesehen. Doch drei Tage reichen nicht für alles und so habe wenig Fotos gemacht, sondern mehr die Stadt auf mich wirken lassen. Wir hatten einen schönen Start mit dem botanischen Garten. Am nächsten Tag ging es in die Innnenstadt und den Corcovado. Der dritte Tag stand ganz in Zeichen des Zuckerhutes. Wir schlenderten am Morgen am Fusse des Berges durch das kleine hübsche Wohnquartier, das direkt am Meer liegt. Dann ging es hoch. Ich habe gelesen, dass man bis zur Zwischenstation zu Fuss runter kann. So haben wir den Weg durch den Regenwald nach unten genommen. Da wir noch eine Rückfahrt zugut hatten, gingen wir zum Sonnenuntergang nochmals hoch. Das war ein sehr schönes Erlebnis, wenn all die Lichter in der Stadt angehen.

Weiter ging es nach Brasilia, die moderne Stadt mit tausenden von Autos. (Ich frage mich, warum die Stadtplaner den Zug vergessen haben.) Die modernen Bauten sind einen Blick aus dem Auto wert. Etwas mehr Zeit haben wir in den wunderschönen Kirchen verbracht. Die Kathedrale und die blaue Dom Bosco-Kirche sind Betonbauten, aber doch wunderschön. Zu guter Letzt waren wir noch im Tempel of God Wil. Danach hat uns das Taxi eine Stunde nach Abadiania gefahren. Gleich nach der Ankunft haben wir den Ort erkundigt, der neben 20 Pousadas, einer Pizzeria, einem Saftladen und der Casa, nichts zu bieten hat. Diese zwei Strassen werden mein zuhause sein für die nächsten 2 Wochen. Bei der Casa de Dom Inacio merkt man schon beim Betreten des Geländes, dass da andere Energien vorherrschen. Wir haben uns einmal mit einer kurzen Meditation zufrieden gegeben und haben auf den nächsten Tag gewartet wo Joao wirkt. Er ist jeweils von Mittwoch bis Freitag in der Casa. An diesen Tagen kommen dann hunderte Leute, die danach wieder abreisen. Unser erster Tag ist mit dem 1. Mai zusammengefallen, der in Brasilien auch ein Feiertag ist. So waren es tausende Personen, die alle zu Joao wollen um ihm Fragen zu stellen und Heilung erwarten. Einige Brasilianer hatten ganze Fotoalben dabei. Es ist ein gemischtes Volk, das wartet, um die eigenen drei Fragen dem inkarnierten Wesen zu stellen. So haben wir auch unsere Fragen übersetzen lassen und gewartet bis unsere Schlange aufgerufen wurde. Ich muss zugeben, als es soweit war, und ich mich der langsam trottenden Kolonne anschliessen durfte, war ich schon etwas angespannt. Man kommt in einen ersten Raum wo Leute meditieren, danach geht es ums Eck in einen weiteren Raum mit Meditierenden und am Ende des Raumes sitzt Joao, umrahmt von starken Medien die ihn unterstützen und mannshohen Kristallen. Die Energiekonzentration ist der Wahnsinn! Die Schlange geht dann zügig vorwärts, dass man die Eindrücke kaum alle wahrnehmen kann und schon steht man vor Joao. Von ihm geht eine Ruhe und Zufriedenheit aus, die mich sehr beeindruckt. Die Fragen sind schnell beantwortet: Operation am Freitagmorgen, Kräuter und Kristallbett war seine Antwort auf meine Frage. Es geht sehr schnell, denn es warten ja noch einig hundert Personen, die auch Fragen haben. Nachdem man bei Joao vorbei ist, sitzt man noch kurz in einem Raum um dann schon wenige Minuten später wieder Platz für die nächsten Hilfesuchenden zu machen. Nach dem langen Warten geht der Durchgang dann sehr schnell und trotzdem fühlte ich mich ein wenig anders. Am Nachmittag gingen wir dann in den ersten Raum zum Meditieren. 4 Stunden meditieren waren für mich eine rechte Herausforderung und ich gebe es zu, dass ich es nicht ganz geschafft habe, die ganze Zeit die Augen geschlossen zu halten. Zu spannend ist es, was passiert. Obwohl es gar nicht gut ist zu schauen, weil man dann die ganze negative Energie von den passierenden Leuten aufnimmt. Und da kommt schon etwas zusammen. Sehr viele Leute mit starken Gebrechen suchen Heilung. Durch den Feiertag und die vielen neuangekommenen Europäer wollten an diesem Nachmittag über tausend Personen bei Joao vorbei. Die  Meditierenden unterstützen mit ihrer Hingabe Joao und helfen dabei, das Energiefeld aufrecht zu erhalten. An diesem Nachmittag war diesbezüglich viel Arbeit nötig. Schon bald tat mein Po weh und konzentrieren konnte ich mich am Schluss auch nicht mehr. Von daher kann ich noch nicht sagen, dass mir die Meditation viel gebracht hat. Am nächsten Morgen machen wir einen weiteren Versuch und schon geht es besser. Unglaublich starke Energien sind spürbar. Am Nachmittag gab es dann ein Kristallbett. Danach haben wir uns in den Warteraum gesetzt und haben das Ganze auf uns einwirken lassen. Auf einmal kommt sogar Joao auf die Bühne heraus zu den Wartenden  und macht einige sichtbare Operationen. Mit Küchenmesser am Auge schaben, kleine Schnitte, die er dann auch gleich näht oder er bohrt mit einem Stift in der Nase herum. Mir fällt auf, dass diese Operationen harmlos sind. Das Kratzen am Auge geht 2 Sekunden, der Schnitt ist nicht tief und beim „Nasebohren“ fliesst kein Blut. Die Erklärung ist auch einfach: Die Heilung erfolgt geistig. Vielleicht muss ich bezüglich Operationen noch etwas ausholen. Aus dem Film Healing sieht man viele dieser „sichtbaren“ Operationen. Aber eigentlich sind sie sehr selten. Ich vermute mal, dass es keine 2 Prozent sind, die so operiert werden. Die restlichen Operationen erfolgen in Gruppen, die alle in einen Raum geführt werden. Solche Operationen werden von geistigen Helfern gemacht und dauern zwischen 15 und 30 Minuten. Aber morgen steht für uns ja auch so eine Operation bevor. Ich bin schon gespannt. 

Jetzt ist es soweit. Wir warten auf den Aufruf für die Operation, die in der Regel als erstes am Morgen und Nachmittag durchgeführt werden. Diesmal geht es schnell an den Meditierenden und an Joao vorbei und wir sitzen im Saal wo die Operationen durchgeführt werden. Man schliesst die Augen und legt die rechte Hand auf die Stelle die operiert werden soll. Sind es verschiedene Stellen, legt man die Hand aufs Herz. Da ich für Besserung meiner Haut frage, lege ich die Hand aufs Herz. Nach wenigen Minuten schiesst ein sehr starkes Licht durch mich hindurch. Mein Herz schmerzt etwas. Ich versuche nachzuspüren und merke, dass es dies war. Die Operation hat nicht eine Sekunde gedauert. Wir sitzen ungefähr noch eine Viertelstunde mit geschlossenen Augen in diesem Raum bevor wir herausgeführt werden. Draussen blendet die Sonne extrem, ich fühle mich müde und erschöpft. Es ist auch Vorschrift, dass man nach einer Operation ein Taxi in die Pousada nimmt, auch wenn der Fussweg nur 5 Minuten beträgt. Zuerst zögerte ich noch mit dem Taxi, weil mir Taxifahrer grundsätzlich unsympathisch sind. Aber nach wenigen Schritten merkte ich, dass ich keine Energie habe und froh bin, gefahren zu werden. Danach heisst es 24 Stunden im Zimmer zu bleiben und auszuruhen. Sogar das Essen wird ins Zimmer serviert. Man darf sich danach auch nicht anstrengen und soll sich schonen. Ich war die ganze Zeit über müde und habe viel geschlafen. Nach 7 Tagen kommt die Nacht in der die virtuellen/spirituellen Fäden der Operation gezogen werden. Man geht in weissen Kleidern ins Bett und spricht ein Gebet.

Ich merke, dass meine Zusammenfassung etwas lang wird. Darum kürze ich hier etwas ab. Der Aufenthalt in Abadiania  hat mir sehr gut getan. Die Operation in der Herzgegend war für mich spürbar und auch ein Zeichen, dass sich mein Herz etwas geöffnet hat. Die Kristallbetten, man liegt auf einer Liege und wird von Licht, das durch Kristalle auf die Chakren auf den Körper geleitet werden, behandelt, sind wundervoll und haben mich sehr ausgeglichen gemacht.

Ich kann eine Reise zu Joao und seinen vielen geistigen Helfen nur ans Herz legen und empfehlen. Ich werde sicher wieder an diesen wundervollen Ort zurückkehren. Auch wenn der Bewegungsradius sehr klein ist, ist der Ort mit seiner bezaubernden Steppenlandschaft und Weitblick wunderschön. Sehr genossen habe ich die wundervollen Sonnenaufgänge und -untergänge.

Noch ein Wort zu unserer Rückreise möchte ich erwähnen. Wir sind sehr sanft und langsam in Zürich angekommen. Geplant war ein Flug mit der Swiss von Sao Paulo nach Zürich. Die Swiss wollte uns aber nicht mitnehmen. (Eine sehr komische Geschichte mit verspätetem Check-In und schon vergebenen Ersatzplätzen.) Dafür hat uns die Lufthansa, die im gleichen Büro wie Swiss war, einen Möglichkeit nach Frankfurt zu fliegen angeboten. Das haben wir angenommen und haben dann den Zug genommen. Durch einen Personenschaden hat sich die Zugfahrt nochmals um 2 Stunden verlängert. Ich konnte mich so wunderbar in der gewünschten Geduld üben und wir waren so müde als wir zu Hause angekommen sind, dass wir nur noch schlafen wollten. Wären wir früher dagewesen, hätte ich noch sehr viel erledigen wollen. Wir haben uns lange gefragt, was diese Geduldsübung soll, haben dann aber gemerkt, dass so ein langsames ankommen auch sehr schön ist und gut tut...

Danken möchte ich Walter, der Andrea und mich an diesen Ort mitgenommen hat und selbstverständlich den Wesenheiten für die Wunder, die an diesem Ort passieren können.

« Buchempfehlung: "Erleuchtung ist erreichbar" von Ruth Huber Worte von Michèle Noreia Gerber »